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zu meiner malerei
zu den gegebenheiten kommen
ein
konstrukt, eine zählbare, weil begrenzte raumeinheit herstellen
aus fläche und volumen ein bildkörper
rahmenbedingung
und grund
weißes, feines, fragiles gewebe, über den rahmen gespannt,
körper mit außenfläche und einem dahinter
bildkörper,
der sein konstruiertsein auch als sein sein erschließt
abstrakt und konkret zugleich
modul, gegenstand als gegenüber, um zu denken, was es ist
für sich im gesamten möglichen alles faßbaren und unfaßbaren
der
blick, der auf das unbezeichnete, abstrakte, reine, die weiße fläche
fällt
solange pendelt zwischen bild und bild, solange pendelt zwischen gestell und
flüchtigem
bis es gesehen wird
so wie es da ist und so, wie es nicht da ist
kommt
er zur ruhe, der blick, sich das sehen selbst einstellt
der pendelschlag von bild zu bild sich mittig hält
das, was das bild nicht ist, wird nicht gemalt
das, was das nicht-bild ist, wird gemalt
das, was gemalt wird, ist die malerei selbst
auftrag
von flüssigem, durchdringung des grundes
bis bild und bildgrund nur mehr eines ist
das was bleibt ein nicht-bild ist,
das vielmehr zeigt, was es nicht ist
vielmehr zeigt, was vor dem bild ist
ein
bild, welches in sich steht, ist gleichzeitig bewegt und unbewegt
nicht absolut, sondern immer nur in annäherungen
nur in annäherungen, kann es gleichzeitigkeiten halten
ein
bild, welches in sich steht, steht immer gegenüber
in relationen, in bezügen
zeigt auf, sein gegenüber, seine verflechtung, durch und in der es eines
ist und nicht
margit hartnagel, mai 2002
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atelier wien 2001

atelier wien 2001
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akademie der bildenden künste wien, 1999
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akademie der bildenden künste wien, 1999
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installation wien, 1999
,i.jpg)
o.t. (aus der
serie:"nie erreicht der berg den himmel"),
seidenpapier,
leinöl, tusche, aquarellpapier, 2000

performance, wien 1999
um die künstlerischen arbeiten von margit hartnagel zu
beschreiben, könnte man vergleichsweise auf heisenbergs unschärferelation
verweisen, die um die optionen eines ereignes weiss ohne letztlich bestimmen
zu könne, welche dieser möglichkeiten dann tatsächlich eintritt.
mit anderen worten: margit hartnagel arbeitet an einem begriff der grenze,
der als näherungswert verstanden wird, wenn man so will: als konvention,
die damit nicht nur verhandelbar, sondern auch verrückbar wird.
margit hartnagel bedient sich der malerei, um dieses herantasten an eine grenze
zu formulieren. gerade die malerei erlaubt ihr das scheinbar paradoxe präzisieren
einer zone des unbestimmbaren. wenn sie eine fläche anlegt und diese
auf eine grenze zulaufen lässt, dann wird zwar der raum dieser grenzziehung
evident, zugleich aber wird klar, dass die unbestimmbarkeit der eigentlichen
grenzlinie eine bewusste entscheidung von betrachter oder betrachterin erfordert.
die formale unschärfe der grenzlinie legt nur eine vermutung nahe.
in diesem sinne plädieren hartnagels arbeiten für eine buchstäblich
ästhetische praxis, die sich nicht auf ein rational bestimmbares wissen
beziehen kann, sondern auf die erfahrung und ahnung setzen muß.
im selben maße stellt sie den impliziten illusionismus der malerei zur
diskussion: was wissentlich als bild und damit als fläche gestaltet ist,
erscheint wider besseres wissen als räumliche metapher. haben wir mit
heisenbergs usnchärferelation begonnen, so stehen wir jetzt vor dem foersterschen
theorem, das eine entscheidungsfrage dahingehend definiert, dass eine entscheidung
nur dann möglich wird, wenn sich eine frage nicht logisch oder rational
beantworten lässt und damit eben entschieden werden muss. diese entscheidung
weiss um die unauslotbare begründbarkeit einer antwort, man könnte
auch sagen: um die möglichkeit eines irrtums oder fehlers. und dieses
wissen um die mögliche fehlerhaftigkeit einer entsscheidung stellt diese
selbst immer wieder vor die gleiche frage.
waren die metaphysik und das sublime konstruierbare räume eines nicht
hinterfragbaren grundes für mögliche entscheidungen, so entwirft
hartnagel heute einen profanen raum des einst sublimen, der sich durch die
unentscheidbarkeit charakterisiert.
andreas spiegl
(institut für gegenwartskunst)
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Margit Hartnagel
1970 geboren in Ravensburg (BRD)
1995 - 2000
Malereistudium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1998 - 2001
Studium Experimentelles Gestalten und Raumkunst,
Universität
für Angewandte Kunst Wien (Prof. Kowanz)
2000 Atelierstipendium im Kulturzentrum Nairs, Schweiz (Engadin)
Ausstellungen
2003 Te
Huur-Raumforschung, Wien
gugler forum melk, Pielach
Himmelschwer. Transformationen der Schwerkraft; Joanneum, Graz
art position 2003, Wien
Abstraction Now, Künstlerhaus Wien
art position at Sotheby´s, Wien
danke für die illusionen,grat/beckmanngasse 52, Wien
2002 contemporary
art feat.schwarz&weiß,Galerie Art&Weise
continue.continue, grat/beckmanngasse 52, Wien
2001 Hartnagel,
Petschnig; Kanzlei Rothenbuchner, Wien
private studio / open view; Atelier Preysingg., Wien
Female Sensibility;Galerie Charim, Salzburg
quaterly; Sotheby`s Wien
Kunstmesse Wien, Galerie Charim
2000 ab
/ an; Kupferstichkabinett, Wien
Diplomausstellung; Aka.d.Bild.Künste, Wien
Curraint d`ajer; Kulturzentrum Nairs, Scoul (Schweiz)
1999 Würzl,
Hardi, Hartnagel; Galerie Tetrasoft, Bratislava
Malzeit; Aka.d.Bild.Künste, Wien
1998 7
Nights Gallery; Galerie Station 3; Wien
Da - Zwischen - Da; Galerie Kunsttreff Küniglberg, Wien
1997 Jam;
Semperdepot, Wien
Hartnagel, Watzal, Buchegger; Aka.d.Bild.Künste
87 x 55 x 22; Projekt der Initiative Rhein - Ruhrkunst
1996 Pulverschnee; Salzburg